If it ain't broke …

Apple lässt iPad Pro offenbar jahrelang ohne große Updates

Ein zuverlässiger Leaker berichtet, dass Apple das iPad Pro über Jahre ohne bedeutende Upgrades lassen könnte. Die Gründe liegen in den Kosten.

Von   Uhr

Apple plant offenbar, das iPad Pro über Jahre hinweg ohne größere Upgrades zu belassen. Das berichtet der als zuverlässig geltende Leaker „Instant Digital“ (via) auf der chinesischen Plattform Weibo. Die Begründung: Die Kosten für das aktuell verbaute OLED-Panel werden voraussichtlich nicht sinken, und das letzte große Redesign habe das Verkaufswachstum nicht nennenswert angekurbelt.

Quickread: Auf einen Blick
  • Apple plant laut Leaker keine größeren iPad Pro-Updates mehr, da OLED-Panels teuer bleiben und das letzte Redesign die Verkäufe nicht ankurbelte.
  • Das iPad Pro soll 2026 oder 2027 nur den M6-Chip und Dampfkammer-Kühlung erhalten, größere Design-Änderungen sind nicht geplant.
  • Ähnlich wie beim Mac Pro konzentriert sich Apple auf andere Produktlinien wie das MacBook Pro mit OLED-Display für 2026.

Nur noch interne Updates geplant

Während Apple möglicherweise weiterhin einen regelmäßigen Aktualisierungszyklus für das Gerät beibehalten wird, hat das Unternehmen anscheinend keine Absicht, bedeutende Verbesserungen wie ultradünne Displayränder zu verfolgen – Features, die bei konkurrierenden High-End-Tablets bereits verfügbar sind.

Im Jahr 2024 führte Apple das erste große Redesign des iPad Pro seit 2018 ein. Im Oktober 2025 erhielt das Gerät den M5-Chip sowie einige kleinere Verbesserungen bei der Konnektivität. Das iPad Pro wird voraussichtlich gegen Ende 2026 oder 2027 den M6-Chip und eine Dampfkammer-Kühlung nach Vorbild des iPhone 17 Pro erhalten. Darüber hinaus gibt es jedoch keine weiteren Gerüchte über die Zukunft der Produktlinie.

Parallelen zum Mac Pro

Dampfkammer-Kühlung erklärt!

Eine Dampfkammer ist ein fortschrittliches Kühlsystem, das Wärme effizienter ableitet als herkömmliche Methoden. Dabei verdampft eine Flüssigkeit an heißen Stellen, verteilt die Wärme über eine größere Fläche und kondensiert wieder. Diese Technologie ermöglicht dünnere Geräte mit besserer Leistung, da Prozessoren länger mit hoher Taktrate arbeiten können, ohne zu überhitzen.

Die Situation erinnert an den Mac Pro, der ebenfalls auf dem Abstellgleis zu stehen scheint. Laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman hat Apple den Mac Pro „weitgehend abgeschrieben“. Intern sei die Stimmung, dass der Mac Studio nun sowohl die Gegenwart als auch die Zukunft von Apples Strategie für professionelle Desktops darstelle.

Der Mac Pro wurde zuletzt 2023 mit dem M2 Ultra-Chip aktualisiert. Während Apple an einem M5 Ultra-Chip für den Mac Studio arbeitet, gibt es keine Pläne für ein entsprechendes Mac Pro-Update im Jahr 2026. Der einzige verbleibende Vorteil des Mac Pro gegenüber dem kompakteren Mac Studio sind die internen PCIe-Erweiterungssteckplätze – allerdings ohne Unterstützung für Grafikkarten von Nvidia oder AMD.

Fokus auf andere Produktlinien

Apple scheint seine Ressourcen stattdessen auf andere Produktlinien zu konzentrieren. Das MacBook Pro soll noch 2026 ein großes Redesign mit OLED-Touchscreen und schlankerer Bauweise erhalten. Zudem plant Apple für 2026 Updates beim iPad Air mit möglicherweise 90 Hertz Bildwiederholrate sowie beim iPad mini mit dem A19 Pro-Chip.

Mehr zu diesen Themen: